Festival-Packliste: was wirklich mit muss
Die Liste, die nach mehreren Festivals übrig bleibt — sortiert nach dem, was man tatsächlich braucht, und dem, was jedes Jahr unbenutzt wieder mit nach Hause fährt.
Die Grundregel
Alles, was man mitnimmt, muss man auch wieder wegtragen — über einen Campingplatz, der nach vier Tagen anders aussieht als bei der Ankunft. Diese eine Überlegung sortiert die meiste Packliste von selbst.
Ohne das geht es nicht
- Ticket und Ausweis. Beides getrennt sichern, das Ticket zusätzlich digital.
- Zelt mit vollständigem Zubehör. Heringe und Gestänge vorher prüfen — das ist der häufigste Fehler.
- Schlafsack für kühle Nächte. Auch im Juli fallen die Temperaturen nachts deutlich, besonders in Höhenlagen wie im Hunsrück, siehe Nature One.
- Isomatte. Der Boden zieht mehr Wärme als die Luft.
- Regenkleidung. Nicht optional in Deutschland, in keinem Monat.
- Festes Schuhwerk plus ein zweites Paar. Nasse Schuhe trocknen auf einem Festival nicht.
- Powerbank, besser zwei. Ladestationen sind überlaufen und kosten Zeit.
- Gehörschutz mit Filter. Der wichtigste Gegenstand auf dieser Liste, siehe unten.
- Sonnenschutz. Auf Flugfeldern gibt es keinen Schatten, siehe Airbeat One.
- Bargeld, in zwei Teilen getrennt aufbewahrt.
- Medikamente in ausreichender Menge, plus Pflaster und Schmerzmittel.
- Müllsäcke. Für Müll, nasse Kleidung und als Regenschutz.
Zum Gehörschutz
Der Punkt, der am häufigsten übergangen wird und die längsten Folgen hat. Vier Tage auf Großanlagen sind eine erhebliche Belastung, und Hörschäden bilden sich nicht zurück. Gute Filter-Stöpsel senken den Pegel gleichmäßig über alle Frequenzen — man hört weiterhin die Musik, nur leiser. Der Unterschied zu Schaumstoffstöpseln, die vor allem Höhen wegnehmen, ist deutlich.
Für DJs gilt das noch stärker, weil sie beruflich exponiert sind — siehe Als DJ auf einem Festival spielen.
Deutlicher Komfortgewinn
- Pavillon oder Sonnensegel für die Gruppe — der Aufenthaltsraum am Zeltplatz.
- Klappstuhl. Nach zwei Tagen ist er das wertvollste Stück Ausrüstung.
- Feuchttücher und Trockenshampoo. Duschen sind knapp.
- Kühltasche in transportabler Größe.
- Wasserkanister. Spart unzählige Wege.
- Trinkflasche. Wasserstellen gibt es fast überall.
- Stirnlampe. Das eigene Zelt um vier Uhr morgens wiederzufinden ist eine eigene Disziplin.
- Etwas Auffälliges am Zelt — Fahne, Ballon, Lichterkette — aus demselben Grund.
Was jedes Jahr unbenutzt zurückkommt
Mehrere Outfits pro Tag. Schmuck und Wertsachen. Große Kochausrüstung. Bücher. Glasflaschen, die auf den meisten Geländen ohnehin verboten sind. Und alles, was empfindlich ist — Staub, Regen und ein Zelt sind keine Umgebung für gute Dinge.
Vorher erledigen
- Ticketbedingungen und erlaubte Gegenstände auf der Veranstalterseite prüfen.
- Zelt einmal im Garten aufbauen, wenn es neu ist.
- Treffpunkt mit der Gruppe vereinbaren — für den Fall, dass die Handys leer sind.
- Anreise und Rückweg festlegen, inklusive Uhrzeiten.
Weiter mit Camping-Tipps und Kosten und Planung.
Häufige Fragen
Was gehört unbedingt auf jede Festival-Packliste?
Ticket und Ausweis, Zelt mit Heringen, Schlafsack für kühle Nächte, Regenkleidung, festes Schuhwerk, Powerbank, Gehörschutz, Sonnenschutz, Bargeld und Medikamente. Alles andere ist Komfort.
Wie viel Bargeld braucht man auf einem Festival?
Mehr als man denkt. Viele Stände nehmen inzwischen Karte, aber nicht alle, und Automaten auf dem Gelände sind teuer und fallen aus. Ein Reservebetrag getrennt vom Portemonnaie ist Standard.
Warum Gehörschutz?
Weil mehrere Tage auf Großanlagen eine reale Belastung sind. Gute Filter senken den Pegel, ohne den Klang zu verfälschen — man hört weiterhin alles, nur leiser. Hörschäden sind nicht reversibel.
Was braucht man definitiv nicht?
Mehrere Outfits pro Tag, Wertsachen, Glasflaschen, große Kühlboxen ohne Transportmöglichkeit und alles, was man am Ende nicht selbst wieder wegtragen will.
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